Per­so­nal­ma­nage­ment

Erfolgs­fak­to­ren in der Per­so­nal­su­che

von Tho­mas W. Lux

Ein­zel­fer­ti­ger sind ein­zig­ar­tig. Mit ihrem kun­den­spe­zi­fi­schen Ange­bot. Mit ihrem Know-how. Mit ihrem Inno­va­ti­ons­ver­spre­chen. Die Ein­zig­ar­tig­keit erfor­dert jede Men­ge Unter­neh­mer­geist. Aber auch gro­ße Umsicht in der Per­so­nal­su­che. Denn Ach­tung: Gera­de für Inno­va­ti­ons­füh­rer liegt der Gedan­ke gefähr­lich nahe, bei Stel­len­be­wer­bern in aller­ers­ter Linie auf die fach­li­che Exper­ti­se zu schau­en. Und tat­säch­lich wer­den vie­ler­orts zu vie­le Res­sour­cen in die Klä­rung der Fra­ge gesteckt, ob die Fach­kom­pe­tenz der Kan­di­da­ten mit ihren zukünf­ti­gen Auf­ga­ben in Ein­klang steht.

Fach­kom­pe­tenz: Ver­mei­den Sie Over-Engi­nee­ring

Die ein­sei­ti­ge Kon­zen­tra­ti­on auf das Fach­li­che führt dann jedoch auto­ma­tisch zum Over-Engi­nee­ring des Aus­wahl­ver­fah­rens. Denn auch hier greift das bekann­te 80-20-Prin­zip: Wäh­rend sich 80 Pro­zent der Fach­kom­pe­tenz eines Bewer­bers in ver­hält­nis­mä­ßig kur­zer Zeit ermit­teln las­sen, bringt jedes wei­te­re Pro­zent Absi­che­rung ungleich höhe­re Kos­ten mit sich. Gleich­zei­tig nimmt der Grenz­nut­zen des Erkennt­nis­ge­winns rapi­de ab, so dass sich jeder wei­te­re Auf­wand betriebs­wirt­schaft­lich nicht mehr recht­fer­ti­gen lässt.

Soft Skills: Ach­ten Sie auf die Anfor­de­run­gen ihres Pro­jekt­ge­schäfts

Tipp: Machen Sie beim Auf­de­cken der Fach­kom­pe­tenz nach 80 Pro­zent Schluss. Wen­den Sie sich statt­des­sen orga­ni­sa­to­ri­schen und psy­cho­lo­gi­schen Fra­gen zu, die eine min­des­tens eben­so gro­ße Bedeu­tung für Ihren Geschäfts­er­folg haben. Drei The­men­fel­der inter­es­sie­ren dabei beson­ders stark:

  1. Hat der Bewer­ber aus­rei­chen­de Erfah­rung mit Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen? Ist er den Anfor­de­run­gen gewach­sen, die das per­ma­nen­te Chan­ge-Manage­ment in der Ein­zel­fer­ti­gung mit sich bringt?
  2. Bringt der Kan­di­dat aus­rei­chend Füh­rungs­er­fah­rung mit? Was ver­steht der Bewer­ber über­haupt unter Füh­rungs­kom­pe­tenz? Pas­sen sein Ver­ständ­nis und sei­ne Erfah­rungs­wer­te zu Ihrem Busi­ness?
  3. Wie geht der Bewer­ber mit Rück­schlä­gen um? Hat er genug Frus­tra­ti­ons­to­le­ranz, um auch in ange­spann­ten Pro­jekt­pha­sen küh­len Kopf zu bewah­ren und stets der Herr des Gesche­hens zu blei­ben?

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