Rückblick auf den 05.11.2013

Dialog im Fokus. – im ife-Cluster Produktion.

Intelligente Fabrikkonzepte für Einzelfertiger – Industrie 4.0 zum Anfassen


Lohnt sich der Weg zur Intelligenten Fabrik auch für mittelständische Unternehmen, die mit der Losgröße 1 fertigen? Praktische Antworten gab das Einzelfertigernetzwerk ife in einem Dialogforum, das am 5. November 2013 im Anwendungszentrum Industrie 4.0 der Universität Potsdam stattfand. Im Anwendungszentrum hatten die Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft die Gelegenheit, Produktions- und Logistikprozesse in einer originalgetreuen Fertigungsstraße zu simulieren. „Alle Produktionselemente der Simulationsumgebung sind miteinander vernetzt und können für unterschiedliche Grade dezentraler Steuerung konfiguriert werden“, erklärt Gastgeber Prof. Norbert Gronau von der Universität Potsdam. „Die realistische Darstellung hilft, das Für und Wider von Investitions-entscheidungen zu argumentieren.“

Auf diese Weise konnten sich die Teilnehmer des ife Dialogforums ein Bild davon machen, welche Lösungsvarianten aus dem vielschichtigen Industrie 4.0-Instrumentarium einen Mehrwert für ihre Produktions- und Logistikprozesse bringen. „Der Tag im Anwendungszentrum hat mir klargemacht, dass wir unsere Wertschöpfung deutlich flexibilisieren können, wenn wir mit Industrie 4.0-Technologien Echtzeitinformationen gewinnen“, berichtet ife-Geschäftsführer Michael Braetz, der zusätzlich auch als Geschäftsführer des Maschinen- und Anlagenbauers sema systemtechnik tätig ist. „Beispielsweise können wir unser Servicemanagement weitaus schneller und zielgenauer organisieren, wenn wir aktuelle Informationen darüber erhalten, wie sich unsere Maschinen im Kundeneinsatz verhalten.“

Intelligente Produkte
Gerade Einzelfertigern bietet Industrie 4.0 eine Vielzahl von Möglichkeiten, um ihren Kunden intelligentere Produkte zu liefern. Konkrete Mehrwerte sieht Michael Braetz zum Beispiel bei der Entwicklung von Maschinen, die sich selbst konfigurieren: „Mit Industrie 4.0-Konzepten können wir Produkte liefern, die sich weitgehend selbst optimieren. Da die Bedienung einer solchen Anlage nur noch minimales Fachwissen erfordert, helfen wir unseren Kunden bei einem ihrer drängendsten Probleme, das darin besteht, qualifiziertes Personal zu finden.“

Weitere Nutzenpotenziale sahen die Teilnehmer des ife Dialogforums in der Produktionsplanung, der Lagerwirtschaft, dem Energiemanagement und dem Lieferkettenmanagement. Das Ziel all dieser Maßnahmen ist der Aufbau intelligenter Fabriken, die ressourceneffizient, wandlungsfähig und bedienerfreundlich sind und alle Wertschöpfungspartner in Echtzeit in die Geschäftsabläufe einbinden.