Rech­nungs­we­sen . Con­trol­ling . Finan­zen

Lang­fris­ti­ge Limi­te wer­den immer belieb­ter

Ein Bericht von Fabi­an Sara­fin, Exper­te bei der GFL – Gesell­schaft für Liqui­di­tät

Das schwä­che­re Wachs­tum führt welt­weit dazu, dass die Insol­ven­zen die­ses Jahr vor­aus­sicht­lich stei­gen. Unter­neh­mer trifft die­se Ent­wick­lung gleich dop­pelt: Für sie erhöht sich nicht nur das Risi­ko von Zah­lungs­aus­fäl­len, Kre­dit­ver­si­che­rer reagie­ren auf stei­gen­de Schä­den in der Regel auch mit gekürz­ten Limi­ten. So ist es kein Wun­der, dass die Nach­fra­ge nach unkünd­ba­ren Limi­ten momen­tan stark steigt. Was vor eini­gen Jah­ren nur in Groß­bri­tan­ni­en ver­füg­bar war, bie­ten nun auch immer mehr deut­sche Kre­dit­ver­si­che­rer an.

Eine der Grund­struk­tu­ren der Kre­dit­ver­si­che­rung ist, dass ein Ver­si­che­rer bei Ver­schlech­te­rung der Boni­tät die ver­ge­be­nen Ver­si­che­rungs­li­mi­te redu­zie­ren oder auf­he­ben kann. Für Unter­neh­mer führt das nicht sel­ten dazu, dass eine schwie­ri­ge Situa­ti­on plötz­lich untrag­bar wird. Gleich­zei­tig hat die Bewer­tung des Kre­dit­ver­si­che­rers nicht immer etwas mit der wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on des Unter­neh­mens zu tun. Manch­mal wer­den Limi­te auch gekürzt, weil Boni­täts­un­ter­la­gen nicht recht­zei­tig ein­ge­reicht wer­den oder weil sich die gesamt­wirt­schaft­li­che Lage ver­schlech­tert. Und die sieht momen­tan nicht rosig aus: Welt­weit haben die Fir­men­plei­ten 2018 um zehn Pro­zent zuge­nom­men. Der Kre­dit­ver­si­che­rer Euler Her­mes geht davon aus, dass 2019 die Insol­ven­zen im drit­ten Jahr in Fol­ge stei­gen wer­den.

„Dass bei Unter­neh­mern Unmut auf­kommt, wenn der Kre­dit­ver­si­che­rer in solch einer Situa­ti­on die Limi­te kürzt, ist ver­ständ­lich“, sagt GFL-Exper­te Fabi­an Sara­fin. Schließ­lich gibt es auch Fäl­le, in denen der Debi­tor beim Ver­si­che­rungs­neh­mer immer noch in den ver­ein­bar­ten Fris­ten zahlt. Teil­wei­se bestehen auch lang­jäh­ri­ge Kun­den­be­zie­hun­gen und die Ver­si­che­rungs­neh­mer haben daher einen sehr engen Draht zu Ihren Abneh­mern. „Doch auch die Sicht­wei­se des Ver­si­che­rers ist nach­voll­zieh­bar“, so Sara­fin. „Er muss auf aktu­el­le Ent­wick­lun­gen reagie­ren und sei­ne Risi­ken mini­mie­ren kön­nen.“

Für die­se Zwick­müh­le gibt es eine ein­fa­che Lösung: unkünd­ba­re Limi­te. Sie soll­te man nicht mit der Klau­sel „bin­den­de Ver­trä­ge“ ver­wech­seln: In die­sem Fall sind nur Kun­den abge­si­chert, bei denen auch tat­säch­lich ein Kon­trakt vor­liegt, der eine Wei­ter­lie­fe­rung zur Auf­la­ge macht. Vie­le Kun­den müs­sen hier einen Nach­weis erbrin­gen, dass eine Lie­fe­rung nicht ein­ge­stellt wer­den kann. Die­se Klau­sel ist in der Regel auf sechs Mona­te begrenzt. Aus eini­gen Gesprä­chen mit Unter­neh­men stel­len wir aber immer wie­der fest, dass vie­le Ver­si­che­rungs­neh­mer sind die­sem nicht bewusst sind und davon aus­ge­hen, dass die­se Klau­sel erst­mal pau­schal für alle Kun­den greift.

Unkünd­ba­re Limi­te haben hin­ge­gen kei­nen Bezug zu dem eigent­li­chen Lie­fer­ver­trag. Statt­des­sen gibt der Ver­si­che­rer für zwölf Mona­te eine Limi­te­zu­sa­ge auf Basis der Boni­tät. Natür­lich muss auch bei unkünd­ba­ren Limi­ten der Ver­si­che­rungs­neh­mer Oblie­gen­hei­ten ein­hal­ten: Wenn ein Kun­de nicht mehr zahlt, kann nicht unbe­grenzt wei­ter gelie­fert und fak­tu­riert wer­den. Der gro­ße Unter­schied zur nor­ma­len Kre­dit­ver­si­che­rung ist jedoch, dass der Ver­si­che­rer von sich aus kei­ne Mög­lich­keit hat, das Limit zu strei­chen.

Bis vor eini­gen Jah­ren waren sol­che unkünd­ba­ren Limi­te nur über den Lon­do­ner Lloyd’s Markt mög­lich. Mitt­ler­wei­le haben auch deut­sche Ver­si­che­rer sol­che Poli­cen im Port­fo­lio. Auch Euler Her­mes als Markt­füh­rer hat den Nut­zen erkannt und bie­tet in Kom­bi­na­ti­on mit einer nor­ma­len Kre­dit­ver­si­che­rung unkünd­ba­re Limi­te an. Die Prei­se für sol­che Poli­cen sind in der Regel höher als bei einer nor­ma­len Poli­ce, dafür sind die Risi­ken aber auch bis zu zwölf Mona­te abge­si­chert. „Wir erken­nen bei unse­ren Kun­den einen Trend, dass sie die­se Art von Lösun­gen sehr inter­es­siert auf­neh­men und den Bedarf erken­nen“, erzählt Sara­fin. „Sie sehen, dass die Vor­tei­le trotz höhe­rer Prä­mi­en über­wie­gen.“

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Die Pro­dukt­ent­wick­lung eines Ein­zel­fer­ti­gers für sei­nen Auf­trag­ge­ber ist natur­ge­mäß sehr indi­vi­du­ell. Genau­so spe­zi­ell, und auf die Bedürf­nis­se des Her­stel­lers und sei­nes Kun­den abge­stimmt, ist erfah­rungs­ge­mäß die Absi­che­rung der Ent­wick­lungs- und  Pro­duk­ti­ons­kos­ten sowie des Ver­kaufs  gegen Insol­venz oder Nicht­zah­lung des Abneh­mers. Als Spe­zi­al­mak­ler berät GFL sei­ne Kun­den seit vie­len Jah­ren in die­sem Geschäfts­feld. Unser lang­jäh­ri­ges Know-how sowie die her­vor­ra­gen­den Kon­tak­te in die­sen Berei­chen erlau­ben schnel­le und unkom­pli­zier­te Lösun­gen. Der Ein­zel­fer­ti­ger kann sich bei einer Part­ner­schaft mit GFL dar­auf ver­las­sen, dass wir unse­re Arbeit in sei­nem Sin­ne machen. Er kann sich selbst somit auf die eige­nen Kom­pe­ten­zen, näm­lich die Ent­wick­lung und Fer­ti­gung hoch­wer­ti­ger Pro­duk­te kon­zen­trie­ren.

Mar­cus Sara­fin

Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter GFL Mak­ler- und Bera­tungs­ge­sell­schaft mbH Gesell­schaft für Liqui­di­tät

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