Warum dieses Thema für Losgröße-1-Fertiger existenziell ist
Die US-Zollpolitik hat den deutschen Maschinen- und Anlagenbau 2025 mit voller Wucht getroffen. Große Maschinen bestehen aus Tausenden Einzelteilen – für jede Komponente müssen Wert und Ursprung nachgewiesen werden. Dieser bürokratische Aufwand trifft Mittelständler unverhältnismäßig hart.
Aktuelle Zahlen (VDMA, GTAI – Februar/März 2026)
Exportrückgang USA 2025 (Maschinenbau) | -8,0 % auf 25,2 Mrd. Euro |
Exportrückgang China 2025 | -8,2 % gegenüber Vorjahr |
Gesamtexporte Maschinenbau 2025 | 198,5 Mrd. Euro (-1,8 %) |
Zollsatz EU-Produkte (USA seit EU-Einigung) | 15 % Grundzoll |
Zoll auf Stahl- und Aluminiumanteile | bis zu 50 % |
Anteil betroffener Maschinenexporte | bis zu 40 % (VDMA) |
Dollar-Verlust ggü. Euro seit Frühjahr 2025 | ca. -10 % |
Quellen: Germany Trade & Invest – Maschinen- und Anlagenbau USA (März 2026), VDMA – Exportzahlen Maschinenbau 2025 (Februar 2026)
Die Chance der Spezialisten
Je spezieller das Produkt und je weniger US-amerikanische Alternativen verfügbar sind, desto eher tragen US-Kunden die Mehrkosten. Die USA bleibt bei Maschinen in hohem Maß auf Importe angewiesen – 2024 erreichten Einfuhren einen Rekordwert von über 320 Mrd. US-Dollar.
Handlungsempfehlungen
- Herkunftsnachweis (Certificate of Origin) für alle Komponenten vorbereiten
- Zollkosten explizit einpreisen, Preisgleitklauseln in Verträge aufnehmen
- Marktdiversifizierung: Mercosur, Naher Osten und Südeuropa als Wachstumspuffer
- VDMA-Zollberatung nutzen – kostenfrei für Mitglieder