DIW-Konjunkturbarometer 2026: Deutsche Wirtschaft fasst langsam Fuß
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist im August 2026 auf 96,4 Punkte gestiegen. Das entspricht einem Plus von rund fünf Punkten gegenüber Juli. Der Wert liegt damit weiterhin unter der neutralen Marke von 100 Punkten, signalisiert aber eine leichte Trendwende. „Die deutsche Wirtschaft fasst langsam Fuß“, schreibt das DIW in seiner aktuellen Einschätzung (DIW-Konjunkturbarometer, 31.08.2026).
Was die Erholung trägt
Getragen wird der Anstieg vor allem von zwei Faktoren: starken Exporten und öffentlichen Investitionen, insbesondere im Verteidigungsbereich. Beide Bereiche stützen aktuell die Nachfrage nach industriellen Gütern und wirken damit direkt in Richtung produzierendes Gewerbe und Zulieferbetriebe.
Was die Erholung bremst
Gleichzeitig bleibt die Lage fragil. Geopolitische Spannungen, weiterhin hohe Energiekosten und eine verhaltene Konsumstimmung der privaten Haushalte dämpfen den Aufschwung. Das DIW macht deutlich, dass es sich bislang um eine vorsichtige, keine breit angelegte Erholung handelt.
Bedeutung für die Industrie
Für Fertigungsunternehmen bedeutet das: Auftragslage und Produktion stabilisieren sich, eine nachhaltige Erholung hängt laut DIW aber davon ab, ob private Investitionen und Produktivität in den kommenden Monaten mitziehen. Wer seine Planung 2026 bislang auf eine schnelle Trendwende ausgerichtet hat, sollte diese Annahme angesichts der aktuellen Zahlen noch einmal prüfen.