Kon­struk­ti­on

Fru­gal Engi­nee­ring:
Von Pre­mi­um zu gut genug.logos_cn_121_95

“Fru­gal Engi­nee­ring, die Ent­wick­lung ein­fa­cher Pro­duk­te für Schwel­len­län­der, gewinnt in vie­len Unter­neh­men an Bedeu­tung. Doch wie kon­stru­iert man fru­ga­le Pro­duk­te?”
Hans Joa­chim Fuchs

Wer in Schwel­len­län­dern erfolg­reich ver­kau­fen will, muss sei­ne Pro­duk­te an die meist völ­lig ande­ren Markt­ge­ge­ben­hei­ten anpas­sen. Die Kun­den sind anspruchs­voll und gleich­zei­tig preis­be­wusst. Sie for­dern zwar die hohe Qua­li­tät der Indus­trie­län­der, wol­len sie aber nicht bezah­len. Dazu kom­men Fak­to­ren wie Hit­ze und Staub, Strom­aus­fäl­le oder zu wenig qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal, die den Ein­satz von High-End-Pro­duk­ten mas­siv ein­schrän­ken. Die Lösung liegt im Fru­gal Engi­nee­ring, der Kon­struk­ti­on ein­fa­cher und des­halb preis­wer­ter, aber qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger und robus­ter Pro­duk­te.

Fru­gal Engi­nee­ring bedeu­tet nicht, kom­ple­xe deut­sche Pre­mi­um­pro­duk­te abzu­spe­cken und dadurch bil­li­ger zu machen. Wie will man eine hoch­wer­ti­ge Kühl-Gefrier­kom­bi­na­ti­on für Indi­en abspe­cken, wenn es in indi­schen Haus­hal­ten weder die erfor­der­li­che Strom­ver­sor­gung noch aus­rei­chen­de Stell­flä­chen in den klei­nen Küchen gibt? Vie­le High-end-Pro­duk­te sind in Schwel­len­län­dern schlicht nicht ver­wend­bar.

Doch wie ent­wi­ckelt man Pro­duk­te von Grund auf neu, die auf die Märk­te in den Schwel­len­län­dern zuge­schnit­ten sind? Das Wort „fru­gal“ bedeu­tet „ein­fach, aber gut“. In der Indus­trie steht der Begriff für in ihrer Funk­tio­na­li­tät redu­zier­te und des­halb preis­wer­te, aber qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Pro­duk­te. Fru­gal ist nicht bil­lig oder min­der­wer­tig, son­dern ver­ein­facht und gut genug.

Wer fru­ga­le Pro­duk­te kon­stru­ie­ren möch­te, soll­te sich an dem fol­gen­den Apro­nym ori­en­tie­ren, das für sechs Grund­for­de­run­gen steht:

  • Func­tio­n­al: Das zu ent­wi­ckeln­de Pro­dukt muss hoch­gra­dig funk­tio­nal sein. Es darf kei­ne unnö­ti­gen Extras (Schnick­schnack) haben, son­dern muss in den Grund­funk­tio­nen alle Bedürf­nis­se befrie­di­gen. Der Funk­ti­ons­um­fang darf deut­lich ein­ge­schränkt sein, sie muss aber exakt auf die Kern­be­dürf­nis­se loka­ler Nut­zer zuge­schnit­ten sein.
  • Robust: Ein Pro­dukt, das für Schwel­len­län­der ent­wi­ckelt wird, muss wider­stands­fä­hig, war­tungs­arm und unemp­find­lich gegen­über Kli­ma, Staub und schlech­ter Infra­struk­tur sein.
  • User-fri­end­ly: Das Pro­dukt muss in Auf­bau und Funk­ti­on ver­ständ­lich, unkom­pli­ziert und ein­fach zu bedie­nen sein.
  • Growing: Es wird nicht für Nischen, son­dern für einen stark wach­sen­den Markt ent­wi­ckelt, der eine hohe Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät und damit Preis­vor­tei­le durch Ska­len­ef­fek­te ermög­licht.
  • Afford­a­ble: Das Pro­dukt muss ein nied­ri­ges Preis­ni­veau und ein attrak­ti­ves Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis haben, um den finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten der Ziel­grup­pe gerecht zu wer­den. Als Faust­re­gel gilt 50% der Leis­tung für 15% des Prei­ses.
  • Local: Das Pro­dukt wird auf Basis von loka­lem Wis­sen spe­zi­ell für das Ziel­land ent­wi­ckelt.

Loka­les Wis­sen als Basis

Die Stra­te­gie des Fru­gal Engi­nee­ring ist, im Ziel­land auf der Basis von loka­lem Wis­sen zu inno­vie­ren. Es kommt dar­auf an, durch die Teil­nah­me am Gesche­hen und die Beob­ach­tung der Nut­zung die Rah­men­be­din­gun­gen und loka­len Kun­den­be­dürf­nis­se zu ermit­teln. Wer die Nut­zung eines Pro­duk­tes ver­ste­hen will, braucht Zugang zum Feld. Er muss sich vor Ort sys­te­ma­tisch an die loka­le Kund­schaft her­anar­bei­ten, um einen Ein­blick zu erhal­ten.

Die Her­aus­for­de­rung für den Kon­struk­teur ist, sein im Lau­fe der Zeit gene­rier­tes Wis­sen und sei­ne Erfah­run­gen weit­ge­hend zu igno­rie­ren. Er muss das Gelern­te, klas­si­sche Her­an­ge­hens­wei­se und die Erfolgs­re­zep­te der Ver­gan­gen­heit ver­ges­sen. Fru­gal Engi­neers machen Tabu­la Rasa, sie ent­wi­ckeln eine „zero-based design men­ta­li­ty“ und rea­li­sie­ren das „clean sla­te assess­ment“. Kon­struk­teu­re fru­ga­ler Pro­duk­te fan­gen bei der Ent­wick­lung ein­fa­cher Pro­duk­te mit Neu­gier­de und Beschei­den­heit ganz von vor­ne an.

Feld­for­schung in Schwel­len­län­dern führt oft zu über­ra­schen­den Ergeb­nis­sen. So ent­deck­ten die Inge­nieu­re von Tata in Indi­en ein natür­li­ches Prin­zip, Was­ser ohne gro­ßen Auf­wand zu klä­ren. Mit Hil­fe von Reis­hül­sen, die mit Sil­ber-Nano­par­ti­keln kom­bi­niert wer­den, kann ver­schmutz­tes Was­ser auch ohne Strom­an­schluss gerei­nigt wer­den. Auf die­ser Basis ent­wi­ckel­ten sie das fru­ga­le Gerät „Tata Swach Smart“, das bis zu 1.500 Liter Was­ser rei­ni­gen kann, ohne dass der Fil­ter aus­ge­wech­selt wer­den muss. Die Kar­tu­sche kann pro­blem­los von Jeder­mann gewech­selt wer­den. Das Gerät kos­tet 15 Euro, der Fil­ter fünf Euro. Das High-end-Pro­dukt „Tata Swach Ulti­ma Sil­ver RO“, das elek­trisch betrie­ben wird und mit diver­sen Fil­tern, Gra­nu­lat, Mem­bra­nen und UV-Licht arbei­tet, kos­tet knapp über 200 Euro.

Toshi­ba ent­wi­ckel­te für den chi­ne­si­schen Markt den SCA­RA-Robo­ter der THL-Serie. Die leich­te und preis­wer­te Maschi­ne ist ein­fach zu bedie­nen, hat im Ver­gleich zu ande­ren Seri­en 60% weni­ger Gewicht und redu­ziert den Strom­ver­brauch um 20%. Der Anwen­dungs­be­reich des fru­ga­len Robo­ters ist sehr breit, er reicht von der Lebens­mit­tel­her­stel­lung und -logis­tik über die Fer­ti­gungs- und Metall­schneide­indus­trie bis hin zur Phar­ma­in­dus­trie. Der ame­ri­ka­ni­sche Maschi­nen­bau­er Deere & Com­pa­ny konn­te nur auf­grund inten­si­ver teil­neh­men­der Beob­ach­tung in Indi­en den 35 PS star­ken fru­ga­len Trak­tor „Krish“ für den indi­schen Markt ent­wi­ckeln, des­sen Kon­struk­ti­ons­ele­men­te spä­ter in ande­re Pro­duk­te von John Deere über­tra­gen wur­den.

In vie­len afri­ka­ni­schen Regio­nen erfor­dert der Ein­satz land­wirt­schaft­li­cher Maschi­nen ein stän­di­ges Vor- und Zurück­fah­ren auf Misch­ter­rain. Das führt zu einer extre­men Belas­tung der Rei­fen, die äußerst schnell ver­schlei­ßen. In der Fol­ge wur­den neue Rei­fen ent­wi­ckelt, die eine maxi­ma­le Stra­pa­zier­fä­hig­keit besit­zen. In Afri­ka wur­de auch erkannt, dass Flur­för­der­fahr­zeu­ge ein Tritt­brett haben müs­sen, auf dem ein zwei­ter Mann mit­fah­ren kann. Was in Deutsch­land aus Grün­den des Unfall­schut­zes ver­bo­ten ist, ist in ande­ren Län­dern unab­ding­bar.

Ein Her­stel­ler von Mon­ta­ge­li­ni­en erkann­te in Asi­en, dass voll­au­to­ma­ti­sche Sys­te­me dort nicht immer gefragt sind. Feld­stu­di­en in asia­ti­schen Fabri­ken zeig­ten, dass der Ein­satz bil­li­ger Arbeits­kräf­te dort wei­ter­hin erwünscht ist und Voll­au­to­ma­ti­sie­rung als zu anfäl­lig und zu teu­er bewer­tet wird. Die Lösung bestand in der Ent­wick­lung hybri­der Sys­te­me, die 50% Auto­ma­ti­on und 50% manu­el­le Bedie­nung ermög­li­chen.

Kon­zen­tra­ti­on auf weni­ge Merk­ma­le

Fru­gal Engi­nee­ring fokus­siert sich auf die mitt­le­ren und unte­ren Markt­seg­men­te, fasst das Funk­ti­ons­kor­sett eng und akzep­tiert hoch­wer­ti­ge Kom­po­nen­ten und Merk­ma­le nur bei drin­gen­dem Bedarf. Die Merk­ma­le eines Pro­dukts wer­den nicht als gleich­wer­tig erach­tet (Mas­se statt Klas­se), son­dern bewer­tet und selek­tiert (Klas­se statt Mas­se). Man ver­wirft ver­al­te­te Annah­men und setzt neue Prio­ri­tä­ten. Das Ziel ist, alle modi­fi­zier­ba­ren Fea­tures des Pro­dukts zu iden­ti­fi­zie­ren und sie nach ihrer Rele­vanz und Erfor­der­lich­keit zu kate­go­ri­sie­ren.

In einem ers­ten Schritt wer­den alle Pro­dukt­merk­ma­le erfasst, die grund­sätz­lich ver­än­dert oder weg­ge­las­sen wer­den kön­nen und die damit zur Dis­po­si­ti­on ste­hen. Um die wirk­lich erfor­der­li­chen Eigen­schaf­ten eines fru­ga­len Pro­duk­tes iden­ti­fi­zie­ren zu kön­nen, wer­den die­se Eigen­schaf­ten im zwei­ten Schritt kate­go­ri­siert und bewer­tet. Für die Bewer­tung kön­nen drei Dimen­sio­nen her­an­ge­zo­gen wer­den, die aus der Sicht des Nut­zers von grund­le­gen­der Bedeu­tung sind:

  1. Die Rele­vanz eines Fea­tures für den Kun­den. Ein Tem­po­mat hat für den Auto­fah­rer in Indi­en kei­ne Bedeu­tung, da die ent­spre­chen­den Stra­ßen schlicht nicht vor­han­den sind. USB-Schnitt­stel­len für Smart­pho­ne und Inter­net sind dage­gen wich­tig, sie wer­den von Indern in neu­en Auto­mo­bi­len heu­te erwar­tet.
  2. Die Kos­ten, die dem Her­stel­ler bei der Berück­sich­ti­gung eines Fea­tures ent­ste­hen. Ist der Ein­bau einer USB-Schnitt­stel­le in Auto­mo­bi­le für den indi­schen Markt ein rele­van­ter Kos­ten­fak­tor und damit ein Preis­trei­ber?
  3. Das Ver­ständ­nis eines Fea­tures durch den Nut­zer. Ver­steht der Anwen­der über­haupt, wel­che Funk­tio­nen ein Tem­po­mat oder eine USB-Schnitt­stel­le in einem Pkw haben? Wür­de er beim Kauf danach fra­gen oder das Fea­ture ver­mis­sen?

Bei der Pla­nung fru­ga­ler Pro­duk­te wer­den nur sol­che Merk­ma­le aus­ge­wählt, die für den Anwen­der eine gro­ße Bedeu­tung haben, deren Berück­sich­ti­gung nicht zu teu­er ist und die der Nut­zer klar ver­steht. Für den Anwen­der unwich­ti­ge, teu­re oder nicht bewuss­te oder ver­stan­de­ne Fea­tures kön­nen weg­ge­las­sen wer­den. In vie­len Berei­chen gilt als Faust­re­gel, sich bei fru­ga­len Pro­duk­ten auf drei bis fünf Merk­ma­le zu beschrän­ken.

Fru­ga­le Pro­duk­te sind oft nur dann mög­lich, wenn der Kon­struk­teur Zugriff auf die neu­es­ten Tech­no­lo­gi­en und Pro­zes­se des Unter­neh­mens hat. So waren das mobi­le Ultra­schall­ge­rät „Vscan“ von Gene­ral Elec­tric und der bat­te­rie­be­trie­be­ne Klein­kühl­schrank „Cho­tu­kool“ von Tata nur des­halb mög­lich, weil die Kon­struk­teu­re bei­der Unter­neh­men auf die neu­es­ten Hoch­leis­tungs­chips zugrei­fen konn­ten.

Die Kunst des Fru­gal Engi­nee­ring ist, die ört­li­chen Anfor­de­run­gen und Prä­fe­ren­zen der Nut­zer mit den neu­es­ten Tech­no­lo­gi­en so zu kom­bi­nie­ren, dass ein attrak­ti­ves Fru­gal-Pro­dukt dabei her­aus­kommt. Dazu sind loka­le, mit gro­ßen Hand­lungs­spiel­räu­men aus­ge­stat­te­te Ent­wick­lungs­teams erfor­der­lich, die im Schwel­len­land bot­tom-up arbei­ten, jedoch von der Zen­tra­le top-down unter­stützt wer­den und Zugriff auf die neu­es­ten und bes­ten Res­sour­cen des Mut­ter­un­ter­neh­mens haben.

Den Ser­vice berück­sich­ti­gen

Fru­gal Engi­neers soll­ten die Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen der loka­len Kun­den an den Ser­vice ermit­teln und berück­sich­ti­gen. Wenn das elek­tro­ni­sche Aus­le­sen von Feh­lern in einer Maschi­ne gewünscht wird, müs­sen ent­spre­chen­de Kom­po­nen­ten und Schnitt­stel­len vor­ge­se­hen wer­den. Das engt den Frei­raum ein, der dem Kon­struk­teur zur Ver­fü­gung steht. Hohe Ser­vice­an­for­de­run­gen set­zen der Reduk­ti­on von Fea­tures Gren­zen.

Aber auch Ser­vice kann fru­gal sein – eben gut genug. Beim fru­ga­len Ser­vice Engi­nee­ring soll­ten preis­güns­ti­ge Basis- und Stan­dard­ser­vices von hoch­prei­si­gen Pre­mi­um-Dienst­leis­tungs­mo­du­len unter­schie­den wer­den. Basis­leis­tun­gen müs­sen, Stan­dard­leis­tun­gen sol­len und Pre­mi­um­leis­tun­gen kön­nen ange­bo­ten wer­den. Basis- und Stan­dard­ser­vices wie Mon­ta­ge, rou­ti­ne­mä­ßi­ge Inspek­ti­on oder Repa­ra­tur sind bei­spiels­wei­se einer Maschi­ne tech­nisch-funk­tio­nal unmit­tel­bar zuge­ord­net und wer­den in Schwel­len­län­dern von kos­ten­be­wuss­ten Kun­den mit prei­selas­ti­scher Nach­fra­ge in der Regel auch erwar­tet.

Typi­sche, für fru­ga­le Pro­duk­te rele­van­te Basis- und Stan­dard­ser­vices sind Lie­fe­rung, Lage­rung, Abho­lung, Mon­ta­ge, Instal­la­ti­on, Inbe­trieb­nah­me, Modi­fi­ka­ti­on, Repa­ra­tur, War­tung, Rei­ni­gung sowie Ent­sor­gung und Recy­cling. Zu den für vie­le High-End-Pro­duk­te rele­van­ten Pre­mi­um­dienst­leis­tun­gen zäh­len Pla­nung, Pro­jek­tie­rung, Finan­zie­rung, Assis­tenz im Betrieb, Bera­tung, Schu­lung und Trai­ning, Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment, For­schung und Ent­wick­lung oder Soft­ware zur Fabri­kopti­mie­rung.

Paten­te des Wett­be­werbs ana­ly­sie­ren

Es gibt eini­ge Metho­den, der fru­ga­len Inspi­ra­ti­on auf die Sprün­ge zu hel­fen. Dazu gehört die Ana­ly­se fru­ga­ler Wett­be­werbs­pro­duk­te. Wer Pro­duk­te für Asi­en, Afri­ka oder Latein­ame­ri­ka her­stel­len möch­te, soll­te sich die Ange­bo­te loka­ler Her­stel­ler oder chi­ne­si­sche Export­pro­duk­te beschaf­fen und unter die Lupe neh­men. Loka­le Kon­struk­teu­re ken­nen die Anfor­de­run­gen des Mark­tes meist genau, und chi­ne­si­sche Unter­neh­men sind bei der Kon­struk­ti­on ein­fa­cher Pro­duk­te für Schwel­len­län­der oft fort­ge­schrit­ten. Das gilt beson­ders für die mitt­le­ren Seg­men­te des Maschi­nen­baus. Wenn Pro­duk­te nicht beschafft wer­den kön­nen, sind öffent­lich zugäng­li­che Doku­men­te wie tech­ni­sche Bro­schü­ren, Daten­blät­ter oder Ver­kaufs­prä­sen­ta­tio­nen in der Regel hilf­reich.

Stark an Bedeu­tung gewon­nen hat die Ana­ly­se von Paten­ten fru­ga­ler Pro­duk­te des Wett­be­werbs. Sie geben oft Anre­gun­gen für eige­ne neue Lösun­gen. In vie­len Bran­chen ste­hen chi­ne­si­sche Paten­te im Mit­tel­punkt des Inter­es­ses, zuneh­mend aber auch japa­ni­sche und korea­ni­sche Schutz­rech­te. Die Kunst der Ana­ly­se liegt dar­in, in asia­ti­schen Daten­ban­ken mit Schlüs­sel­be­grif­fen in der Lan­des­spra­che – das heißt in chi­ne­si­schen, japa­ni­schen oder korea­ni­schen Schrift­zei­chen – zu recher­chie­ren. Eng­li­sche Über­set­zun­gen sind oft nicht vor­han­den, und die bei Patent­re­cher­chen häu­fig ein­ge­setz­ten Maschi­nen­über­set­zun­gen ver­sa­gen auf­grund der Kon­text­ab­hän­gig­keit und der Viel­zahl der Syn­ony­me in den asia­ti­schen Spra­chen meist völ­lig. Wel­ches Zei­chen bei der Patent­re­cher­che das rich­ti­ge ist, kann nur der Kon­text ent­schei­den.

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