Dialog im Fokus. – Im ife-Cluster Logistik.

Losgröße 1+ bei der Firma Kinkele
Logistikmanagement im Maschinen- und Anlagenbau

logos_171214_250x125 „Schweißen, Zerspanen, Lackieren, Montieren und Projektieren“ – Die Firma Kinkele GmbH & Co. KG hat das ife nach Ochsenfurt zum Dialogforum im Cluster Logistik eingeladen und den Teilnehmern eindrucksvoll gezeigt, was Losgröße 1+ bei dem Auftragsfertiger für den Maschinenbau bedeutet. 340 Mitarbeiter und 60 Auszubildende fertigen auf Kundenwunsch – kein Auftrag gleicht dem Anderen. Dieses erfordert eine große Flexibilität für die Organisation des Unternehmens und natürlich auch der internen Logistik: „Das richtige Teil muss immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein!“

Aber was bedeutet das? Laut Roger Heidmann, Logistikexperte und Geschäftsführer der LSA Logistik Service Agentur, macht die Logistik bei Auftragsfertigern ca. 15-20% des Umsatzes aus.  Unabhängig von den Werten der Logistik, zeigt allein das Delta das Potential. Dieses zu „Heben“ erfordert Transparenz und  die Wahrnehmung neuer Perspektiven. Zur Logistik gehören nicht nur die Beschaffungs-  und Produktionslogistik  oder der Transport und die Installation des fertigen Produktes am Bestimmungsort. Schon im Vertrieb und in der Konstruktion werden die ersten Stellschrauben (*) der Logistik festgezogen.

Logistik ist somit  mehr als nur den LKW zu bestellen, wenn die Maschine fertig ist. Transport, Lager Umschlag bilden eher die „Spitze des Eisberges“. Die innerbetriebliche Logistik (Material- und Informationsfluss) wird oft als wertschöpfender Faktor gesehen – als Wettbewerbsfaktor also.  Auch ist die Logistik ein Standortfaktor, viele geförderte Unternehmensverlagerungen verbrauchen aufgrund ihrer standortbezogenen Logistikkosten die Fördermittel nach 5-6 Jahren.

Beim  ife-Dialogforum zum Thema Logistikmanagement bei Losgröße 1+ im Maschinen- und Anlagenbau haben die Teilnehmer auch über viele Themen und mögliche „grobe Fehler“ gesprochen, welche das Ende eines Projektes bedeuten können. Das sind viele Fragen mehr, als die Überlegung: „Organisiere ich die Logistik selber oder bestelle ich dafür externe Dienstleister?“ Gesprochen wurde somit auch über die immer wiederkehrenden „make or buy“-Entscheidungen in der Logistik (dem Outsourcing) und mittlerweile bestehende „hybride Systeme“, wie es die LSA gerade für kleine und mittlere Unternehmen anbietet, die sich keine eigene Logistikabteilung leisten können. Problempunkte sind aber auch die Themen Kommunikation, fehlende Informationen, Politik, Genehmigungen, Korruption, Sprache, Wetter, verkehrsleitende Maßnahmen u.v.m.

 

 

 


(*)Diese Stellschrauben zu bewegen ist die Aufgabe der LSA. Die LSA ist ein Logistikdienstleister der neuesten Generation (4PL), der als Integrator die Aufgaben der Planung, Steuerung und Kontrolle von technischen und personellen Ressourcen in einem Netzwerk sowie die Netzwerkplanung und Prozessgestaltung wahrnimmt. Nicht die Auslastung von Transportmitteln steht im Vordergrund, sondern die individuelle Lösung rechtzeitig, exakt kalkuliert, über neue Wege und neue Wettbewerbsvorteile.

 

 

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