Liqui­di­tät schaf­fen

Zahl­rei­che Ein­zel­fer­ti­ger stem­men kapi­tal­in­ten­si­ve Groß­pro­jek­te mit lan­gen Lauf­zei­ten. Wer wach­sen will, muss sich eini­ges ein­fal­len las­sen, um das anspruchs­vol­le Pro­jekt­ge­schäft finan­zi­ell abzu­si­chern. Im neu­en ife.spezial Pro­jekt­fi­nan­zie­rung gibt der Maschi­nen­bau­er sema sys­tem­tech­nik Ein­bli­cke dar­in, wie er die Anfor­de­run­gen weit­ge­hend in Eigen­re­gie löst. Dem­ge­gen­über ver­rät der Liqui­di­täts­ex­per­te Mar­cus Sara­fin, wes­halb es sich lohnt, auch jen­seits der Haus­bank nach Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten zu suchen.

 

Selbst oder fremd?

Ein­zel­fer­ti­ger sema sys­tem­tech­nik setzt auf
eige­ne Kräf­te

Wie kann es sein, dass KMUs mil­lio­nen­schwe­re Aus­rüs­tungs­pro­jek­te für Welt­kon­zer­ne vor­fi­nan­zie­ren sol­len? Nicht nur ein­mal hat Micha­el Braetz die­se Fra­ge gehört, wenn er Geld­ge­bern gegen­über­saß, die er in die Finan­zie­rung von Kun­den­pro­jek­ten ein­bin­den woll­te. Als Geschäfts­füh­rer des Maschi­nen- und Anla­gen­bau­ers sema sys­tem­tech­nik sieht sich Braetz Ban­ken gegen­über in der Rol­le des Exo­ten. Der ost­west­fä­li­sche Ein­zel­fer­ti­ger ver­lässt sich daher so weit es geht auf eige­ne Kräf­te: Das wachs­tums­star­ke Unter­neh­men setzt auf ein beson­ders trans­pa­ren­tes Liqui­di­täts­ma­nage­ment, um die kauf­män­ni­schen Risi­ken der Pro­jek­te zu mini­mie­ren. Zudem fle­xi­bi­li­siert sema sys­tem­tech­nik die Zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen mit sei­nen Kun­den. Bis­lang nur in Ein­zel­fäl­len tritt Braetz auch an exter­ne Finan­ziers her­an: „Der hohe Ver­wal­tungs­auf­wand schreckt uns ab. So lan­ge sich das nicht ändert, bevor­zu­gen wir die ban­ken­un­ab­hän­gi­ge Finan­zie­rung.“

Gesell­schaft für Liqui­di­tät rät zu alter­na­ti­ven
Finan­zie­rungs­for­men

„Der stark gestie­ge­ne Infor­ma­ti­ons­be­darf gera­de der Ban­ken ist ein ech­tes Hin­der­nis“, bestä­tigt Mar­cus Sara­fin, Geschäfts­füh­rer der Gesell­schaft für Liqui­di­tät GFL. „Gleich­wohl steht Ein­zel­fer­ti­gern eine Viel­zahl alter­na­ti­ver Wege offen, um ihre kos­ten­in­ten­si­ven und lang lau­fen­den Inves­ti­ti­ons­gü­ter­pro­jek­te sicher zu finan­zie­ren.“ Erprob­te Werk­zeu­ge sieht Sara­fin in Kau­ti­ons­ver­si­che­run­gen, Ein­kaufs­fi­nan­zie­run­gen und For­fai­tie­run­gen, d. h. dem For­de­rungs­ver­kauf an Drit­te. Gera­de auf die­sen Gebie­ten haben sich spe­zia­li­sier­te Dienst­leis­ter eta­bliert, die sich weit­aus stär­ker in die betriebs­wirt­schaft­li­chen Anfor­de­run­gen der kun­den­be­zo­ge­nen Ein­zel­fer­ti­gung hin­ein­ge­ar­bei­tet haben als die Haus­ban­ken. Um die viel­fäl­ti­gen Ange­bo­te best­mög­lich zu nut­zen, kom­me es aller­dings auf eine streng an kauf­män­ni­schen Kri­te­ri­en aus­ge­rich­te­te Kom­mu­ni­ka­ti­on an, so Sara­fin. Tech­nik­zen­trier­te Inge­nieu­re hät­ten auf die­sem Gebiet kaum eine Chan­ce. Gera­de für Ein­zel­fer­ti­ger füh­re daher kaum ein Weg dar­an vor­bei, kauf­män­ni­sches Know-how ins Unter­neh­men zu holen, sei es über eige­nes Per­so­nal oder exter­ne Bera­ter.

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